OOXML wird ISO-Standard
Microsoft ist am Ziel: Office Open XML (OOXML) hat jetzt den gleichen Status wie das rivalisierende Open Document Format (ODF), HTML oder PDF. Die Internationale Standardisierungsorganisation (ISO) rang sich in einem langwierigen Abstimmungsverfahren zu einem positiven Votum durch, wie Microsoft jetzt mitgeteilt hat.
“Open XML-Dateiformate sind für die Migration der bisherigen Office Dokumente optimiert”, erklärt Microsoft. Dies erleichtere “die Übertragung mehrerer Milliarden bereits existierender Dokumente in das XML-Format”. Gerade da setzen aber die Kritiker an. Sie machen geltend, dass die Entscheidung zu OOXML die Anwender dazu zwinge, auch die Office-Software von Microsoft einzusetzen. “OOXML geht nicht gut zusammen mit den Produkten anderer Software-Anbieter”, sagt Marino Marcich, Vorsitzender der OpenDocument Format Alliance. Und sie weisen darauf hin, dass OOXML von der Unterstützung des Unternehmens abhängig und somit nicht wirklich “offen” sei. Microsoft habe nicht alle Elemente von OOXML dokumentiert, erklärt Marcich.
Microsoft aber hält dagegen, dass OOXML auch unter Linux, auf dem Mac oder für das Palm OS verwendet werden könne. Der deutsche Microsoft-Geschäftsführer Achim Berg erklärte in einer Pressemitteilung: “Durch die konstruktiven Kommentare und Anmerkungen von Experten aus der ganzen Welt konnte der Office Open XML Standard im Verlauf des ISO-Verfahrens weiter optimiert werden.”
