Adobe führt neues XML-Format ein

Adobe "Evangelist" Greg Rewis stellt auf der Photokina in Köln das XFL-Format von Adobe Creative Suite 4 vor
Adobe Flash, die Software für das Erstellen von Flash-Animationen und Web-Anwendungen, ist bisher etwas für Spezialisten gewesen. Es sei bislang ziemlich schwierig gewesen, sich mit dieser Software vertraut zu machen, räumt Adobe “Evangelist” Greg Rewis ein. “Jetzt haben wir es sehr viel zugänglicher gemacht”, fügt er bei der Vorstellung der neuen Version CS 4 auf der Photokina in Köln hinzu.
Neben der Einführung eines objektbasierten Modells trägt dazu auch ein XML-Format bei, das Adobe für seine Creative Suite 4 entwickelt hat, dem Megapaket von 14 Anwendungen für kreative Content Worker, darunter auch Flash. XFL ist die XML-Umsetzung der bisherigen FLA-Dateien, die Flash für die interne Projektverwaltung verwendet, ehe die Daten zur Veröffentlichung in das SWF- oder andere Output-Formate transformiert werden.
Allerdings speichert auch das neue Flash CS 4 (zumindest in der bislang vorliegenden Beta-Version) seine Projekte weiterhin standardmäßig im binären FLA-Format und nicht in XFL. Das neue XML-Format dient vielmehr als Workflow-Brücke für die Aufnahme von kreativen Erzeugnissen, die mit anderen Creative-Suite-Anwendungen erstellt wurden. Dazu gehören Indesign CS 4 für das Seitenlayout und After Effects für bewegte Bilder.
In diesen Programmen wird “Flash Professional (XFL)” als Exportoption angeboten. Das Ergebnis ist ähnlich wie bei den XML-Office-Formaten ein ZIP-Archiv, das nach dem Entpacken mehrere XML-Dateien und ein Library-Verzeichnis mit eingebetteten Dateien wie zum Beispiel Grafiken enthält. Die XML-Datei eines in Indesign erstellten XFL-Dokuments enthält unter anderem die genaue Position von Text:

Das XFL-Format bietet den Vorteil, dass man auch nachträglich noch Inhalte für eine Flash-Anwendung einfach ändern kann, indem man die XML-Datei bearbeitet. Beim Importieren von XFL in Flash wird allerdings weiterhin eine FLA-Datei erzeugt. Die XFL-Umsetzung in der Creative Suite 4 ist vermutlich nur ein Anfang, weitere Möglichkeiten sind denkbar. “Die ganze Welt bewegt sich in Richtung XML”, sagte auf der Photokina Adobe-Sprecher Alexander Hopstein. “XFL ist eine Brücke für den Workflow.”
