Das Open Document Format (ODF) bekommt eine frei zugängliche Programmierschnittstelle (API). Damit soll die Entwicklung von Anwendungen vereinfacht werden, um ODF-Dokumente zu lesen, zu erstellen oder zu bearbeiten, ohne sich erst tief in die Spezifikation des Format vergraben zu müssen. Gedacht ist an Content-Management-Systeme oder Systeme für den Dokumenten-Workflow.
Die API soll Teil eines größer angelegten ODF Toolkits sein, zu dessen Unterstützern Sun Microsystems und IBM gehören. Sun hat schon mal einen ODF Validator beigesteuert, eine Java-Applikation, die die Konformität von ODF-Dokumenten überprüft.
Im Zentrum der API steht ODFDOM. Dieses Document Object Model (DOM) definiert alle denkbaren Bestandteile des Dokumentenformats in einer Baumstruktur und verwendet ein Schichtenmodell:
Auf der Basisebene ganz unten geht es um die im ODF-Paket gespeicherten Dateien, also etwa die XML-Dateien oder Bilder. Die API kümmert sich darum, dass der gesamte Content des Dokuments in das Zip-Paket gepackt oder von dort herausgeholt werden.
In der COM-Ebene werden die XML-Elemente, etwa aus der Datei content.xml verwendet, um gezielt auf einzelne Bestandteile zugreifen zu können. Auf der Grundlage des DOM-Konzepts wird jedem Element eine Java-Klasse zugeordnet.
Die zweite Ebene von oben behandelt allgemeine Funktionen für die Benutzerführung einer ODF-Anwendung, und in der obersten Ebene werden nutzerspezifische Einstellungen der Anwendung geregelt.
In der Baumstruktur des ODFDOM-Modells sind diese Ebenen dann mit jeweils zugehörigen Elementen bzw. Java-Klassen besetzt:


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