XML-Ecke

Struktur in den Content!

XML

XML gehört wie HTML (Hypertext Markup Language, der Standard für Web-Seiten wie diese) zu den sogenannten Dokumentbeschreibungs- oder auch Auszeichnungssprachen. Es handelt sich hierbei also nicht um eine Programmiersprache, mit der Befehle für den Prozessor eines Computers beschrieben werden können.

Eine Auszeichnungssprache (auf Englisch wird “Auszeichnung” als “Markup” bezeichnet) enthält Anweisungen für die Darstellung von Informationen. HTML kümmert sich vor allem darum, wie ein Dokument vom Internet-Browser dargestellt werden soll. Jedoch ist HTML kaum in der Lage, genaue Angaben zum Inhalt des Dokuments und seiner Struktur zu machen. Solche Angaben zur Art von Informationen, so genannte Metadaten (Informationen über Informationen), sind sinnvoll, wenn es um eine gezielte Nutzung von Informationen oder ihre elektronische Verwendung geht.

Dies wird mit Hilfe von XML möglich: Hier werden Inhalt und Form, Struktur und Gestaltung getrennt behandelt. XML-Dokumente enthalten zunächst nur Anweisungen, die Auskunft über ihre inhaltliche Struktur und bestimmte Attribute von Informationen geben. “Extensible” bedeutet dabei, dass XML erweiterbar ist, sich an nahezu alle Bedürfnisse anpassen lässt. So können ganz verschiedene Strukturen für unterschiedliche Arten von Dokumenten entwickelt werden: Ein Buch hat eine andere Grundstruktur als ein Adressenverzeichnis, eine Web-Seite folgt anderen Gesetzen als die Meldung einer Nachrichtenagentur. Und doch können alle Arten von XML-Dokumenten auf die gleiche Weise erstellt, bearbeitet, transportiert und archiviert werden – solange die wenigen Regeln des Standards eingehalten werden.

Zu den Vorzügen von XML gehört der Umstand, dass die nach diesem Standard erstellten Daten sowohl von Menschen als auch von Maschinen gelesen werden können. XML-Daten liegen wie HTML als ASCI-Text vor (darüber hinaus unterstützt XML den weit über ASCI hinaus reichenden, universellen Zeichensatz Unicode, mit dem sich auch die arabischen, japanischen oder chinesischen Schriftzeichen darstellen lassen). Die in spitze Klammern gesetzten Anweisungen (“Tags”) können aber im Unterschied zu unstrukturiertem Volltext von Software-Anwendungen verstanden und für gezielte Arbeitsabläufe genutzt werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Plattformunabhängigkeit: Im XML-Format vorliegende Dokumente können auf einem Windows-PC ebenso genutzt werden wie auf einem Mac oder in einem Linux/Unix-System. Darüber hinaus unterstützen auch nahezu alle mobilen Kleincomputer (PDA) und Mobiltelefone den XML-Standard.

ein bisschen Geschichte: Die Arbeit an XML begann 1996, sieben Jahre nach der Entwicklung von HTML (1989) durch Tim Berners-Lee am CERN in Genf). Den Anstoß dazu gab das Bedrfnis, die Inhalte von Web-Seiten eindeutiger zu kennzeichnen, um eine bessere Suche nach bestimmten Informationen im Internet zu ermglichen und auch komplexere Dokumente im World Wide Web veröffentlichen zu knnen. Der XML-Standard wurde am 10. Februar 1998 vom World-Wide-Web-Konsortium (W3C) verabschiedet und im Internet veröffentlicht. Sowohl HTML als auch XML beruhen auf der bereits 1986 entstandenen Standard Generalized Markup Language (SGML), die aus einem umfangreichen Satz von Anweisungen für Formate von Dokumenten besteht. XML ist im wesentlichen eine vereinfachte und für die Erfordernisse des Internet zugeschnittene Ausgabe von SGML.

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